80.000 Jahre alt?

Populus tremeloides
Jungware der Amerikanischen Espe

Die älteste Pflanze der Welt

Der Mensch sucht stetig nach Superlativen und fragt sich auch, welches die älteste Pflanze auf der Erde ist. Verdächtigt wurden Fuchsschwanzkiefern in den Rocky Montains, Flechten in Sibirien oder Mammutbäume an der nordamerikanischen Küste.
Nun gesellt sich noch eine weitere Spezies dazu: die amerikanische… Espe, sie hört auf den botanischen Namen Populus tremeloides. Ein Exemplar steht im US-Bundesstatt Utah. Es handelt sich dabei eigentlich nicht um eine Pflanze sondern um einen ganzen Wald. Die Mutterpflanze soll vor ca. 80.000 Jahren das Licht der Welt erblickt haben – eine Geburtsurkunde liegt leider nicht mehr vor. Eigentlich wird eine Populus tremeloides meist nur 100 Jahre alt. Diese Pappel hat aber die Eigenschaft, aus ihrer Wurzel neue Triebe (und somit später Bäume) zu reproduzieren. Sie bildet quasi eine Wurzelbrut. Stirbt der Hauptstamm langsam ab, wachsen in dieser Zeit wieder einige Tochterstämme nach. Diese bilden wiederum neue Stämme und so ist über viele Jahrtausende ein Wald aus amerikanischen Espen entstanden, der nur eine Mutterpflanze als Ursprung hat. Der Wald bedeckt mittlerweile eine Fläche von ca. 50 ha, hat mehr als 40.000 Einzelstämme aber nur eine „Wurzel“. Da die Pflanze sich immer wieder geklont hat, besitzt jeder Pappelstamm die gleichen genetischen Informationen.
Einige junge Populus tremeloides haben wir gerade getopft und wir können ab September 2011 wieder Fertigware anbieten. http://www.eggert-baumschulen.de/products/de/Neuheiten/Populus-tremuloides.html

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Schutz vor Unkraut

Abdeckung mit Vlies
Die Substratoberfläche wurde mit einem Vlies bedeckt

Sanft gebettet

Wir haben die ersten milden Märztage genutzt und unsere veredelten Gartenrosen getopft. Knapp 10.000 Rosen fanden in einem 3 Liter Topf ihr neues Zuhause.
Wir haben zum ersten Mal die Substratoberfläche mit einer runden Mulchscheibe abgedeckt. Sie soll das Keimen von Unkrautsaat verhindern und die Verdunstung von Wasser… reduzieren. Das Material der Mulchscheibe ist synthetisch, lässt Wasser hindurch und kann mehrmals verwendet werden. Im Sommer können wir die Ergebnisse auswerten und werden sehen, ob sich der Aufwand gelohnt hat.

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Augenweiden

Salix erythroflexuosa

Bizarr & bunt - die Lockenweide

Attraktion im Winter – die Weide

Wer vor allem Wert auf den Rindenschmuck legt, dem sind die Weißweidensorten Salix alba `Vitellina` (goldgelb), `Britzensis` (orange-rot) und `Yelverton`(gelb-rot), sowie Salix nigricans (schwarz), Salix daphnoides (mit blau-weißer Bereifung) und Salix sessilifolia (gelb-grün) b…esonders zu empfehlen. Die bunten Zweige eignen sich auch für auffällige Sträuße und geben Arrangements mit Frühlingsblumen eine besondere Note.
Viele Weiden bilden mit ihrer frühen Blüte eine wichtige Nahrungsgrundlage für Bienen. Aber auch der Mensch freut sich an den Kätzchen, die die erste Botschaft vom Ende des Winters bringen. Weit verbreitet und bekannt ist die Kätzchenweide, Salic caprea `Mas`, die vor allem als Hängeform mit Zwiebelblumenunterpflanzung ein wunderschönes Gartenbild im Frühling zaubert.
Eine der ersten blühenden Weiden ist die frühe Reifweide, Salix daphnoides `Praecox`, die ihre schönen, samtig schimmernden Kätzchen manches Mal schon ab Januar zeigt, üblicherweise aber ab Februar mit den später gelben, duftenden Blüten erfreut. Sie ist raschwüchsig und wird ca. 5-8m hoch und etwa 3-5m breit. Auf dem Foto ist sehr gut die männliche Blüte zu erkennen. Die gelben Pollen sind eine wichtige Nahrungsquelle für die ersten Hummeln und Wildbienen. Auch die Grauweide, Salix cinerea, die sich zu einem breiten, ca. 3-5m hoher Strauch entwickeln wird, ist durch ihre frühe Blüte äußerst beliebt für unsere Insekten.
Wer nicht so viel Platz anbieten kann, findet in unserem breiten Weidensortiment auch wunderschöne Zwergweiden: Die Engadin-Weide, Salix hastata `Wehrhanii` wird bis zu einem Meter hoch wird, die Wollweide, Salix lanata, bei gleicher Wuchshöhe mit gelben Kätzchen eine Besonderheit darstellt und die Schweizer Weide, Salix helvetica, die nur ca. 50cm hoch wird und durch auffällig weiße Belaubung besticht, blühen alle im zeitigen Frühjahr.

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Jetzt in Blüte – die Kornelkirsche

Beliebter Pollenspender für Bienen – die Kornelkirsche

Cornus mas – ein facettenreiches Wildgehölz

Die Kornelkirsche, Cornus mas, ist unter vielen weiteren Namen, wie z.B. Derlitze oder Herlitze oder Welsch-Kirsche bekannt. Sie begleitet den Menschen seit Urzeiten. So wurden bereits in Wohnsiedlungen der Jungsteinzeit massig Kerne dieser Pflanze gefunden, die auf ihre Bedeutung als Nahrungsmittel weisen.
Obwohl aus dem südlichen Europa stammend und wärmeliebend, ist sie in Deutschland überall anzutreffen und gilt als einheimisch, wobei nicht ganz klar getrennt werden kann, inwieweit die Pflanze verwildert ist oder tatsächlich „selbständig“ wild vorkommt. Sie findet sich in wilden Hecken, Knicks und an  Waldrändern. Durch den  sehr frühen Blütezeitpunkt (ab Februar) ist sie eine wichtige Bienenweide, der Fruchtbehang im Herbst und Winter ist Nahrungsquelle für die einheimischen Wildtiere und Vögel.
Als altes Kulturgehölz, sie wird nachweislich schon seit dem frühen Mittelalter kultiviert, fanden praktisch alle Teile der Kornelkirsche Verwendung: Das Holz gilt als eines der härtesten Laubhölzer überhaupt und ist so schwer, dass es nicht schwimmt, sondern versinkt. Es wurde überwiegend zur Herstellung von Werkzeugen und für Wagenräder verwendet. Die Früchte wurden für den Verzehr genutzt, roh gegessen, getrocknet als Vitamin C- Lieferanten  im Winter genutzt und zu Marmeladen, Likören und Kompotten verarbeitet. Medizinisch wirksam ist die Kornelkirsche vor allem für den Verdauungstrakt, der Unterstützung und Kräftigung durch regelmäßige Einnahme der Früchte erfährt, die auch entzündungshemmend wirken.
In hochherrschaftlichen Gärten wurde sie vielfach angepflanzt, wo sie auch für Formhecken Verwendung fand. Dann geriet die Frucht für die Verwertung eher in Vergessenheit und die Kornelkirsche hatte ihre Bedeutung vornehmlich als Zierstrauch in Gärten, wo sie als Einzelstrauch, kleiner Baum oder in gemischten Blütenhecken eingesetzt wird. Die frühe gelbe Blüte, die noch vor der Forsythie aufbricht, ist ein Hingucker und zusammen mit den ersten Zwiebelblüten malt sie schöne Frühlings-Gartenbilder, die den Betrachter die lange Winterzeit vergessen lassen. Die Kleinwüchsigkeit des Baumes (nur ca. 6-8m im freien Wuchs) und die gute Schnittverträglichkeit machen sie gerade für die modernen kleineren Gärten interessant.
Neben der einfachen Art, wie sie weit verbreitet ist, sind weitere interessante Sorten auf dem Markt. Dabei gibt es Ziersorten, die außer den Vorzügen des ungewöhnliche  Blütetermins und des leuchtend roten Fruchtschmuckes im Herbst, auch noch mit panaschierter (weiß-grüner) oder gelber Belaubung das Gartenbild beleben.
Sehr interessant sind aber die neuen Fruchtsorten, die überwiegend aus Bulgarien oder Österreich stammen. Sie sind wie Obstbäume gezogen und nehmen so in kleinen Gärten nur einen geringen Raum ein, dabei sind die Früchte besonders groß, saftig und zahlreich. Sie Verbinden die Schönheit der Pflanze mit dem Nutzwert und liegen voll im Trend. Ist doch gerade die Bedeutung pflanzlicher Inhaltstoffe von Wildfrüchten für die Gesundheit sehr  ins Bewusstsein der Menschen gerückt.
Vor allem auch durch ihre Robustheit und Genügsamkeit an die Bodenverhältnissemacht es die Kornelkirsche Gartenbesitzern leicht, in den Genuss all ihrer Vorzüge zu kommen. Bereits seit einigen Jahren bieten wir 6 verschiedene Fruchtsorten an, darunter mit , Cornus mas `Yellow` eine Besonderheit,  die nicht nur besonders große und etwas süßlichere Früchte hervorbringt, sondern auch als gelbfrüchtige Form einen anderen Farbakzent zur Erntezeit setzt.

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Vermehrung auf Kundenwunsch

Verbinden der fertigen Veredlung

Verbinden der fertigen Veredlung

Veredlung von Obstbäumen

 In den letzten Tagen haben wir mit der Veredlung von Obstbäumen begonnen. Sehr viele Kunden haben uns im Januar und Februar Reiser von Obstbäumen per Post gesendet, die wir für sie veredeln sollen. Wir haben die passenden Unterlage dazu ausgesucht und dann beides mittels der Kopulation zusammengefügt. Der Kopulationsschnitt verlangt nach sehr viel Übung und Geschick – schließlich sollen die 3 bis 4 cm langen Schnittflächen von Reis und Unterlage später perfekt aufeinander passen.
Auf dem Foto ist zu sehen, wie die Veredlung dann sorgfältig mit einem Veredlungsgummi verbunden wird. Kurz darauf wird die Veredlungsstelle noch mit Rebwachs eingestrichen, damit sie nicht austrocknen kann. Wenn man diesen Link folgt, kann man den gesamten Veredlungsvorgang noch einmal in den einzelnen Schritten betrachten: Die Kopulation im Winter
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Rätselhaftes

Beerenschmuck im August

Neues Gehölz-Rätsel online

2 Monate sind wieder vorbei und wir haben gerade das neue Gehölzkunderätsel online gestellt. Diesmal wird ein Gehölz gesucht, welches vor 20 Jahren bei uns fast keiner kannte und nun (in Form von Marmelade & Saft) in jedem Reformhaus zu finden ist. Aber auch als Zierstrauch im Garten zieht dieses Gehölz alle Register. Vom Blattaustrieb, über die Blüte, und dem reichen Fruchtschmuck im Sommer bis zum prächtigen Herbstlaub hat die Pflanze viele Facetten zu bieten.

Wer Lust zum Rätseln hat – hier ist der Link: http://www.eggert-baumschulen.de/content/de/Gehoelzkunderaetsel.html

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Die schönsten Weiden im “Gartenspaß”

Tipps von der Weidenexpertin

Die Weidenexpertin

Die Weiden (bot. Salix) gehören auf jeden Fall zu unseren Lieblingspflanzen. In der neuen Februarausgabe der Gartenzeitschrift Gartenspaß wurde eine Vielzahl an unterschiedlichen Weiden vorgestellt. Zu unserer Freude durften wir einige besondere Weidenarten in dem Artikel persönlich vorstellen.

Die Gattung der Weiden fällt vor allem durch Ihre Vielfalt und ihrem Artenreichtum auf. Vom niederliegenden Zwergstrauch der in der Tundra wächst, über buntblättrige Ziersorten für den Garten bis zum 30 m hohen Baum mit prächtiger Rindenfärbung ist alles vertreten.

In unserer Baumschule kultivieren wir derzeit über 100 verschieden Arten und Sorten. Die meisten finden Sie in dieser Übersicht:

http://www.eggert-baumschulen.de/de/Baeume-Straeucher/Weiden. Viel Spass beim Stöbern

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Renitenter Beerenschmuck

Trotzen noch immer dem Wetter - Früchte von Crataegus grignonensis

Zähes Früchtchen 

Vor allem nach diesem strengen Winter erstaunt es mich , dass Crataegus grignonensis noch voller Früchte sitzt. Der Frost im Dezember, Eis und Schnee in den letzten Tagen haben zwar einige Blessuren an den roten Beeren hinterlassen, aber trotz dessen haben der Fruchtschmuck noch eine tolle Fernwirkung. Wenn die Früchte im weiterem Verlauf des Winters noch etwas mürber werden, finden auch die Vögel gefallen an den Beeren.

In milden Wintern ist das ledrige Laub dieser seltenen Art bis weit in den Januar noch grün. Dieses Jahr hängt es zwar noch am Trieb, ist aber durch den strengen Frost nur noch von brauner Färbung.

Übrigens, Crataegus grignonensis ist eine Hybride aus den beiden Arten pubescens und crus-galli und Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich entstanden. Dieser selten gepflanzte Crataegus wird bei uns im Winter durch Veredelung (Kopulation) auf Weißdorn vermehrt.

Hier gibt es noch weitere Informationen: Crataegus grignonensis

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Unangemeldeter Besuch

Typische Fraßschäden am Faulbaum (Rhamnus frangula)

Achtung Wildverbiss

Schnee ist schön, hat aber bekanntlich auch seine „Schattenseiten“. Vor allem Hasen und Kaninchen, aber auch Rehe haben derzeit Probleme unter der gut 20 cm hohen Schneedecke Nahrhaftes zu finden. In der Not verbeißen die Wildtiere Äste, Triebe und Rinde von Sträuchern und Bäumen, um so an Nahrung zu gelangen. Gefunden wird diese alternative Kost in Hausgärten, Parks, in der Landschaft und natürlich auch in Baumschulen und im Forst.

Ganz oben auf der Speisekarte steht „Obstiges“, wie Äpfel-, Birnen-, Kirschen- oder Pflaumenbäume. Aber auch Weißdorn in allen Sorten, Goldregen, Magnolien, Blasenstrauch (Colutea arborescens), Tannen, Kiefern und selbst Hainbuchen stehen hoch im Kurs. Es wird vor allem die Terminale (Triebspitze) verbissen und die nahrhafte Rinde von Hasen und Kanin geschält. Die Wunden bieten später pilzlichen Erkrankungen Tür und Tor. Ist die Rinde rund um dem Stamm abgenagt, wird die Wasserführung unterbrochen und der darüber liegende Trieb stirbt im folgenden Frühjahr ab.

Den wirksamsten Schutz vor ungebetenen Gästen bietet eine gute Einfriedigung. Im Fall unserer Baumschule bedeutet dass, gut 10 km Zaun, der knapp 2 m hoch sein muss und bis zu 40 cm tief in das Erdreich eingegraben ist. Im unteren Bereich des Zaunes verwendet man feinmaschiges Drahtgeflecht und im oberen Abschnitt genügt grobes Knotengeflecht. Die Einfriedigung muss kontinuierlich nach Schwachstellen abgelaufen werden, da ein faustgroßes Loch im Zaun genügt, damit ein Kaninchen durchschlüpfen kann. Und merkwürdigerweise wissen die grauen Flitzer genau, wo es Schmackhaftes gibt und wo nicht.

Ist das Wild erst einmal auf der Koppel wird ein Schutz der Gehölze umso schwieriger. Sehr empfindliche Kulturen können extra eingezäunt werden und junge Bäume werden mit Wildschutzspiralen geschützt. Zudem gibt es Vergrämungsmittel die für die Nager übel riechen. Gute Erfolge konnten wir im Sommer mit der Ausbringung von Buttermilch erzielen. Der gärige Geruch hat nicht nur Hase und Co vertrieben ……

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Frohe Weihnachten

Schneebilder aus der Baumschule

Frohe Weihnachten

Das Team der Baumschule Eggert wünscht allen Kunden, Freunden und Lesern frohe Weihnachten, einpaar ruhige Tage und einen grünen Daumen für das kommende Jahr.

Momentan liegt unsere Baumschule unter einer fast 20 cm dicken Schneedecke und alle Arbeiten sind buchstäblich eingefroren. Wir starten mit den praktischen Arbeiten im Baumschulbetrieb wieder ab 10. Januar, das Büro wird ab dem 17. Januar wieder telefonisch erreichbar sein und wir hoffen, dass der Winter nicht zu lange währt und wir ab Mitte Februar mit dem Versand starten können.

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